Bau des Polderturms
Geschichte
Bereits in einem frühen Stadium der Planung wurde beschlossen, dass auf dem zentralen Platz von Emmeloord, im Herzen des Polders, ein hoher Turm errichtet werden sollte. Dieser Turm sollte als Leuchtturm in der weiten Umgebung und als Symbol der Einheit des Polders dienen. Es sollte kein Kirchturm werden, da keine der Kirchen die andere dominieren durfte.
Für die Wasserversorgung des Polders war ein Wasserturm notwendig, und so entstand die Idee, diesen zu einem Polderturm auszubauen. Im Dezember 1950 schrieb die Wasserversorgungsgesellschaft der Provinz Overijssel einen öffentlichen Ideenwettbewerb für den Turm aus. Die Aufgabe war, einen Wasserturm mit einem Glockenspiel und einer Aussichtsplattform zu entwerfen. Vorgeschrieben wurde unter anderem, dass der Turm die Einheit des Polders symbolisieren und Emmeloord als Zentrum hervorheben sollte. Schließlich wurde der Entwurf Utillis des Amsterdamer Architekten H. van Gent zur weiteren Ausarbeitung ausgewählt, wobei er von J.W.H.C. Pot unterstützt wurde. Der Bau des Turms begann am 12. Juni 1957 und am 20. Juni 1959 wurde der Turm offiziell in Betrieb genommen.
Mittelpunkt
Lange Zeit wurde über den Turm gesagt, dass er genau in der Mitte des Nordostpolders gebaut wurde. Auch die örtliche Regierung war davon überzeugt. Im Jahr 2022 stellte sich jedoch nach Berechnungen des geografischen Analysten der Gemeinde heraus, dass der geografische Mittelpunkt des Polders 1200 Meter östlich des Turms liegt, beim Festivalgelände am Kamperweg.
Daten
- Der Turm ist 65,3 Meter hoch und mit Wetterfahne 70,5 Meter.
- Die Besucherplattform befindet sich auf 43,4 Meter Höhe.
- Die Breite des Polderturms beträgt am Fuß 14,0 m und auf der Besucherplattform 13,4 Meter.
- Der Turm hat eine Treppe mit 243 Stufen.
- Die Speicherkapazität für Wasser betrug 1850 Kubikmeter.
Im Turm ist verarbeitet:
- 1220 m³ Beton
- 185 Tonnen Bewehrungsstahl
- 600.000 Ziegel
- 624 Tonnen Zement
- 7200 Drainagerohre.
Architekten
J.W.H.C. Pot (Architekturbüro Pot und Pot-Keegstra) (1955-1959)
H. van Gent (1950-1959)